Häufig gestellte Fragen über DURAFLON®


Mit welcher Maximaltemperatur wird das zu beschichtende Material belastet?
Welche Farben sind bei einer DURAFLON®-Beschichtung möglich?
Welchen Glanzgrad hat eine DURAFLON®-Beschichtung?
Warum sind Metallics oder Eisenglimmer-Oberflächen einer DURAFLON®-Beschichtung wesentlich brillanter als bei einer Pulverbeschichtung?
Wie amortisieren sich die Mehrkosten einer DURAFLON®-Beschichtung?
In welchen Zeitabständen muss eine DURAFLON®-Beschichtung gereinigt werden?
Können Graffitis von einer DURAFLON®-Beschichtung wieder entfernt werden?
Ist bei einer DURAFLON®-Beschichtung Filiformkorrosion möglich?
Was unterscheidet eine DURAFLON®-Beschichtung von anderen Fluorpolymerbeschichtungen?
Wie beständig ist eine DURAFLON®-Beschichtung gegen Chemikalien?
Wie kann eine DURAFLON®-Beschichtung an der Baustelle ausgebessert werden?
Kann eine DURAFLON®-Beschichtung auch auf Stahl aufgebracht werden?



Mit welcher Maximaltemperatur wird das zu beschichtende Material belastet?
Bei der DURAFLON®-Beschichtung erfolgt der Einbrennvorgang bei einer Temperatur zwischen 160 °C und 170 °C. Keinesfalls wird die Temperatur von 180 °C überschritten. Alles was pulverbeschichtet werden kann, kann auch mit DURAFLON® beschichtet werden.

Welche Farben sind bei einer DURAFLON®-Beschichtung möglich?
Die Farbauswahl unterliegt praktisch keinen Einschränkungen. So sind alle Ral-Farben, aber auch Farben aus anderen Farbsystemen wie z.B. NCS, Sikkens etc. machbar. Allerdings sind, wie in anderen Beschichtungssystemen auch, pigmentbedingt bestimmte NCS-Farben für die Außenbewitterung nicht geeignet.

Welchen Glanzgrad hat eine DURAFLON®-Beschichtung?
Der Glanzgrad einer DURAFLON®-Beschichtung liegt ohne besondere Vereinbarung bei ca. 65 % (entspricht seidenmatt). Ebenso wie Brillanz und Rauhigkeit kann aber auch der Glanzgrad ggf. nach Kundenwunsch eingestellt werden.

Warum sind Metallics oder Eisenglimmer-Oberflächen einer DURAFLON®-Beschichtung wesentlich brillanter als bei einer Pulverbeschichtung?
Da das Beschichtungsmaterial für eine DURAFLON®-Beschichtung ein flüssiger Einbrennlack ist, können durch Zugabe von feiner oder grober Alubronce oder Eisenglimmerpartikel nahezu alle aus der Lackiertechnik bekannten Effekte wie z.B. Metallics, Eisenglimmer etc. hergestellt werden. Diese Teilchen wirken als "Spiegelchen" und sind über die gesamte Schichtstärke von unten bis oben im durchsichtigen Klarlackfilm verteilt – daraus ergeben sich Reflektionen in der Lackschicht und nicht nur an der Oberfläche, was zu wesentlich brillanteren Oberflächen führt.

Wie amortisieren sich die Mehrkosten einer DURAFLON®-Beschichtung?
Die Mehrkosten einer DURAFLON®-Beschichtung amortisieren sich
  • durch Reinigungskostenersparnis, da sie wegen ihres schmutzabweisenden Charakters längere Reinigungsintervalle zulässt
  • da keine Verwitterungsprodukte (Kreidungsbeläge u.ä;.) beseitigt werden müssen und folglich weniger Reinigungsaufwand benötigt wird
  • auch nach vielen Jahren noch keine Verwitterung und Alterung zu erkennen ist und so eine Sanierung, die ein Vielfaches der ursprünglichen Beschichtungskosten kosten würde, überflüssig macht
  • den Mietwert des Gebäudes durch niedrige Unterhaltungskosten und sehr gute hochdekorative Optik erhöht.
In welchen Zeitabständen muss eine DURAFLON®-Beschichtung gereinigt werden?
Je nach Standort und den dort gegebenen atmosphärischen Belastungen alle 2 bis 3 Jahre ist eine fachgerechte Reinigung durchzuführen.

Können Graffitis von einer DURAFLON®-Beschichtung wieder entfernt werden?
Die Molekularstruktur dieser Beschichtung ergibt eine sehr stark verdichtete Oberfläche, die eine kurzzeitige Einwirkung von Lösemitteln unbeschadet übersteht, wenn diese danach wieder restlos beseitigt werden. Deshalb lassen sich z.B. auch "Graffitis" mit Lösemitteln, die den Graffiti-Lack anlösen, leicht beseitigen.

Ist bei einer DURAFLON®-Beschichtung Filiformkorrosion möglich?
Filiformkorrossion kann bei hoher Luftfeuchtigkeit, Chloriden in der Umgebungsluft und Mikrorissen im Film, wie sie in der Praxis immer vorhanden sind, auch bei einer DURAFLON®-Beschichtung von chromatiertem oder chromfrei vorbehandeltem Aluminium auftreten. Die Filiformkorrosion von mit DURAFLON® beschichtetem Material kann vermieden werden, wenn vor der Beschichtung eine spezielle Voranodisation erfolgt.

Was unterscheidet eine DURAFLON®-Beschichtung von anderen Fluorpolymerbeschichtungen?
  • Bei einer DURAFLON®-Beschichtung werden keine Fremdbindemittel verwendet. Solche "Verschnitte" (Fluorpolymere mit Fremdbindemitteln) sind zwar billiger, setzen jedoch die Bewitterungseigenschaften der Oberflächen erheblich herab.
  • im Gegensatz zu PvdF-Beschichtungen (Einbrenntemperaturen von ca. 240 °C) vernetzt die DURAFLON®-Beschichtung bei heute üblichen Beschichtungstemperaturen von ca. 170 °C, was Energie spart und die problemlose Beschichtung von thermisch getrennten Profilen und geschweißten Alublech- und Rahmenkonstruktionen ermöglicht.
  • die PvdF – Beschichtungen verfügen im Gegensatz zur DURAFLON®-Beschichtung nur über eine sehr begrenzte Farbpalette.
Wie beständig ist eine DURAFLON®-Beschichtung gegen Chemikalien?
DURAFLON®-Beschichtungen weisen aufgrund der sehr dichten und dreidimensional ausgeprägten Vernetzungsstruktur des Bindemittels (Fluorpolymere) eine sehr harte und sehr chemikalienbeständige Oberfläche auf. Dies zeichnet das Material hinsichtlich des Verschmutzungsverhalten und hinsichtlich des Reinigungsverhaltens (Unterhaltsreinigung) sehr positiv aus.

Wie kann eine DURAFLON®-Beschichtung an der Baustelle ausgebessert werden?
Kleine Ausbesserungsstellen können bauseits mit dem Original-Beschichtungsmaterial durch Zusatz eines Härters direkt ausgebessert werden (kleine Kratzer, Schnittkanten etc.). Bei großflächigeren Ausbesserungsstellen kann ein im Farbton exakt abgestimmtes Zwei-Komponenten Beschichtungsmaterial auf Basis DURAFLON® verwendet werden, welches bei Umgebungstemperaturen aushärtet.

Kann eine DURAFLON®-Beschichtung auch auf Stahl aufgebracht werden?
Deckbeschichtungen von Stahlbauteilen sind grundsätzlich dann machbar, wenn im Mehrschichtaufbau nach geltenden Normen für den Korrossionsschutz von Stahlbauteilen gearbeitet wird (z.B. EN ISO 12944).
Es ist vorab zu klären, ob bei Stahkonstruktionen aufgrund der Dimensionierung eine Einbrennlackierung im Mehrschichtaufbau (150 - 170 °C) durchführbar ist, oder ob grundsätzlich ein Zwei-Komponentenmaterial auf Basis DURAFLON® (forcierte Trocknung bei ca. 80 °C) zum Einsatz kommt.